Moderne Entwicklung im Detail

INTERNATIONAL:

Seit 2009 trifft sich die internationale Ayurveda-Gemeinschaft regelmässig mit den indischen Ayurveda-Vertretern und mit der indischen Regierung. In Zusammenarbeit mit dem Departement AYUSH des indischen Gesundheitsministeriums widmen sich internationale Ayurveda-Arbeitsgruppen den folgenden wichtigen Dossiers: Ausbildung (Erarbeitung von Kurrikulum für die medizinischen und paramedizinischen Ausbildungen), Förderung von Ayurveda, klinische Praxis, wissenschaftliche Forschung, Qualitätssicherung in der pharmazeutischen Produktion, Gesetzgebung, internationales Wirtschaftsrecht.  


IN DER SCHWEIZ:

Seit dem neuen Artikel in der Bundesverfassung der Schweiz im Mai 2009, ist die Schweiz das erste westliche Land, in welchem alternative Medizinsysteme anerkannt werden können. Die Schweiz spielt somit eine wichtige Pionierrolle in der Globalisierung von Ayurveda als Medizinsystem. Unter dem Impuls von Dr. Simone Hunziker, medizinische Leiterin von SAMA, Altpräsidentin des VSAMT (Verband Schweizer Ayurveda Mediziner und Therapeuten) und Gründungspräsidentin von ISA (Indo-Swiss Ayurveda Foundation) haben sich diese drei Organisationen seit dem Jahre 2009 in den Dienste dieser Aufgabe gestellt. Dies in Zusammenarbeit mit international anerkannten indischen Partnerinstitutionen und in Kooperation mit der indischen Regierung.

Im Jahre 2009 wurde Dr. Simone Hunziker von AYUSH als Mitglied der Steuerkommission nominiert, die den internationalen Arbeitsgruppen vorstand, welche im Ramen des 1st Meeting with International Ayurveda Delegates von der indischen Regierung in Delhi konstituiert wurden. Im gleichen Jahr hat SAMA den Vertrag (Memorandum of Understanding) mit AYUSH (CCRAS) und AVTAR aus Coimbatore unterzeichnet, der zur Schaffung und im Jahre 2011 zur online Veröffentlichung der ersten weltweiten Datenbank für Ayurveda Forschung, DHARA, führte, welche nur zuvor in wissenschaftlichen Zeitschriften publizierte Artikel aufführt.

Der VSAMT, ein zweisprachiger Verband welchem Mitglieder aus der ganzen Schweiz angehören, ist einer der aktivsten Ayurveda-Berufsverbände in Mitteleuropa. Zusammen mit dem anderen Ayurvedaverband des Landes, dem Schweizer Verband für Maharishi Ayurveda (SVMAV) haben die Vorstandsmitglieder des VSAMT sich für die Anerkennung von Ayurveda im Reglementierungsprozess der neuen Berufe Diplomierter Komplementärtherapeut und Diplomierter Naturheilpraktiker eingesetzt. Diese neuen Berufe   werden mit einer höheren Fachprüfung und mit einem eidgenössischen Diplom unter dem SBFI (Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation, früheres BBT) abgeschlossen.  

An der medizinischen Fakultät von Lausanne werden den Drittjahrstudenten seit März 2012 im Rahmen des regulären Kursus und des Instituts für Forschung und Lehre in Komplementärmedizin des Unispitals und der medizinischen Fakultät Einführungskurse in Ayurveda gegeben (von Dr. Simone Hunziker).

Im Jahre 2013 wurde die Indo-Swiss Ayurveda Foundation (ISA) als gemeinnützige Stiftung mit internationalem Zweck und Sitz in Genf unter Schweizer Gesetz gegründet. Sie zählt unter ihren Mitgliedern prominente Persönlichkeiten aus der Ayurveda-Medizin, aus der westlchen Medizin, frühere hohe Vertreter der Schweizer und indischen Administration und Diplomatie sowie Personen, die in der Berufspolitik der beiden Länder aktiv engagierte sind. Die Stiftung widmet sich der Förderung von Ayurveda als Medizinsystem im Westen. Sie ist die notwendige interkulturelle Brücke für die Erhaltung des Wissens im Überlieferungsprozess und in seiner Anpassung an die westlichen Realitäten und Bedürfnisse.