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Der Beruf des Ayurveda-Praktikers und -Arztes

Der Beruf des Ayurveda-Praktikers und -Arztes


Der DIPLOMIERTE NATURHEILPRAKTIKER IN AYURVEDA-MEDIZIN (eidgenössisches Diplom)

Der Beruf des diplomierten Naturheilpraktikers wird vom SBFI anerkannt. Ayurveda wird beim SBFI durch die OdA AM und durch die Schweizer Ayurveda-Verbände vertreten. Der Ayurveda-Praktiker kann also seine Ausbildung mit einem eidgenössischen Diplom abschliessen. Die Komplementärversicherungen der Krankenkassen übernehmen seine Leistungen. Er übt Ayurveda-Medizin in ihrer ganzen Bandbreite aus und kann die Behandlung eines Klienten vollumfänglich übernehmen (siehe Ausbildungsziele). Er kann mit einem oder mehreren Ayurveda-Komplementär-Therapeuten – deren Tätigkeit die seine sinnvoll ergänzen – zusammenarbeiten und ihre Arbeit supervisieren. Er muss seine eigenen Grenzen und diejenigen von Ayurveda kennen, und falls die Situation es erfordert, einen Klienten an einen Arzt überweisen oder mit diesem zusammenarbeiten.


Der ARZT MIT SPEZIALISIERUNG IN AYURVEDA

Ayurveda wird zur Zeit nur von der Komplementärversicherung der Krankenkassen übernommen, denn diese Disziplin gehört noch nicht zu den offiziell als Komplementärmedizin anerkannten Disziplinen, die in der Schweiz von der Grundversicherung bezahlt werden (Homöopathie, Phytotherapie, anthroposophische Medizin, traditionelle chinesische Medizin TCM). Letztere gehören entweder zum kulturellen Erbe der westlichen Welt oder sind schon vor mehreren Jahrzehnten im Westen eingeführt worden (TCM). Ihre zahlreichen Vertreter haben sich in den jeweiligen Disziplinen in Berufsverbänden zusammengeschlossen, unter dem Dachverband der Union schweizerischer komplementärmedizinischer Ärzteorganisationen.

Um zu erreichen, dass Ayurveda in der Schweiz als Komplementärmedizin anerkannt wird, ist es nötig, ebenfalls einen separaten Verband für Ärzte mit Spezialisierung in Ayurveda zu gründen. Der VSAMT (Verband Schweizer Ayurveda-Mediziner und -Therapeuten) wird die Praktiker in Ayurveda-Medizin und die Ayurveda-Therapeuten vereinigen.

Der Arzt mit Spezialisierung in Ayurveda wird vor allem diejenigen Klienten behandeln, die sich in Behandlung durch eingreifende allopathische Therapien befinden (Interaktionen), sowie diejenigen mit Risikofaktoren oder fortgeschrittenen Erkrankungen. Da viele Ärzte ein Spezialgebiet in Schulmedizin haben, können sie sich auf ihrem Gebiet in Ayurveda ebenfalls spezialisieren. Die Ayurveda-Praktiker (Nichtmediziner) hingegen werden vor allem als Allgemeinpraktiker tätig sein.

Ayurveda für Ärzte wird seit mehreren Jahren an Privatschulen in Deutschland, Italien und England unterrichtet, aber diese Länder verfügen nicht über die schweizerischen gesetzlichen Grundlagen, und die Grundversicherungen der Krankenkassen können die Behandlung durch Ayurveda-Medizin nicht übernehmen. Die Ausbildung dieser Ayurveda-Ärzte erreicht auch nicht das Niveau der Anforderungen der OdA AM für Nichtmediziner.

SAMA – in Zusammenarbeit mit ihren Partnerinstitutionen in Indien – hat sich zwischen 2012 und 2014 mit der Ausarbeitung eines Studiengangs für Ärzte gemäss den Richtlinien von WHO und AYUSH befasst.


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